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🥛 Pseudogetreide-Milch

Amarantmilch

Amarant war den Azteken heilig: Sie bauten das winzige, rötlich schimmernde Korn als Grundnahrungsmittel neben Mais an und formten daraus mit Honig gebundene Ritualfiguren – eine Tradition, die bis heute in Mexikos beliebten Alegría-Süßigkeiten weiterlebt, gepufftem Amarant, gepresst zu fröhlichen Riegeln. Wie sein andiner Cousin Quinoa ist Amarant ein Pseudogetreide und ein vollständiges Protein, ungewöhnlich reich an Lysin, Kalzium und Eisen, und von Natur aus glutenfrei. Als Milch hat ihn bisher kaum jemand wirklich für sich entdeckt: Einen großen kommerziellen Karton sucht man vergebens, aber zu Hause mixen manche die gekochten Körner zu einem cremigen, dezent erdigen Getränk mit sanfter Süße und einem Hauch Pfeffer. Warm mit Zimt schmeckt sie herrlich, ganz im Geiste des mexikanischen Atole. Das Milchregal wird irgendwann nachziehen – bis dahin gehört sie ganz dir.

Im Kommen — noch kaum kommerzielle Marken

Amarantmilch — die Pflanze, aus der sie stammt, beim Wachsen

Zuerst die Pflanze.

Herkunft

Mesoamerika; heiliges Grundnahrungsmittel des Aztekenreichs

Schmeckt nach

Cremig und dezent erdig, sanft süß mit einem Hauch Pfeffer

Ideal für

Selbstgemachte Milch, warme Gewürzgetränke und Atole-Wohlgefühl

Quellen & Belege

  1. Amaranth: Modern Prospects for an Ancient Crop — National Academies Press, 1984
  2. Amaranth, in Alternative Field Crops Manual — Purdue University NewCROP / University of Wisconsin Extension, n.d.